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Sardinien gehört zu den ältesten Erdenteilen dieser Welt. Man sagt, es handle sich dabei um ein Fragment des Tyrrhenis, dem in grauer Vorzeit versunkenen Kontinent. Heute hingegen zählt die Insel zu den fortschrittlichsten Regionen Europas. Davon zeugt auch Tiscali, der bekannte Internetprovider, der nach einer Grotte in den Bergen von Gennargentu benannt wurde und auf der Insel seinen Stammsitz hat. Moderne Technologien ermöglichten den Anschluss der Insel an die internationalen Märkte und so werden heute sowohl der berühmte sardische Schafskäse Pecorino, als auch sardische Weine von hervorragender Qualität auf der ganzen Welt vertrieben. Turriga, ein Rotwein aus der Winzerei Argiolas, wurde im Jahr 2000 mit dem italienischen „Weinoscar" ausgezeichnet und darf auf keiner renommierten Weinkarte mehr fehlen.

Sardinien ist heute international bekannt für seine wissenschaftlichen Forschungsarbeiten. In der Hauptstadt Cagliari steht das von dem berühmten Pharmakologen Ginaluigi Gessa geleitete Institut für Neurowissenschaften. In Pula leitet Carlo Rubbia, Direktor des CERN in Genf, den neu errichteten Forschungs- und Technologiepark. In Perdasdefogu und Talana – zwei kleineren Ortschaften im Inneren der Insel – wird die DNA nach den Ursachen für die Langlebigkeit der einheimischen Bevölkerung untersucht. Zwei Universitäten, eine in Cagliari, die andere in Sassari, beherbergen inzwischen über 65.000 Studenten aus aller Welt.

Sardinien bietet aber noch einiges mehr. 2.400 Kilometer noch weitgehend unberührtes Küstenland, kristallklares Wasser, rosa Flamingos und weiß schimmernde Sandstrände laden zum Träumen und Erholen ein. Die Naturschönheiten der Insel begeistern Besucher aller Nationalitäten. An einem Strand der Ogliastra kann man sogar vor einem Kunstwerk baden: auf einem Felsen wurde hier vor rund sechstausend Jahren eine Menschenfigur verewigt, die noch heute zu bestaunen ist.

Ihr Alter und wichtige Mineralvorkommen (u.a. Silber, Blei und Zink) machen die Insel zu einer wahren Fundgrube für Geologen: Besondere Bedeutung wird dem Mineralpark beigemessen, der von der UNESCO zum „Kulturerbe der Menschheit“ ernannt wurde.

Sardinien bedeutet aber auch Lebensfreude, Musik und Kultur: dafür stehen die traditionellen „Launeddas“ (dem ältesten Blasinstrument des Mittelmeergebiets) und das moderne Teatro Lirico Cagliari, an dem für die Sommersaison 2003 das New York Philarmonic Orchestra unter der Leitung von Lorin Maazel verpflichtet wurde.

Trotz aller modernen Einflusse sind die Spuren der Vergangenheit doch überall gegenwärtig. Hier auf der Insel standen angeblich die Säulen des Herkules, und überlieferte kulinarische und folkloristische Traditionen werden auch heute noch liebevoll gepflegt. Die berühmten „Nuraghi“, bis zu 20 m hohe megalithische Bauwerke, und Grabstätten wie die Dolmen, und die „Domus de Janas“ (sardisch für „Feen-Haus“) erinnern eindrucksvoll an die ersten Bewohner der Insel. Hervorragend erhaltene und eindrucksvolle romanische und barocke Kirchen zeugen von späteren Einflüssen.

Marcello Serra, bekannter Forscher und Wissenschaftler, beschrieb in seinem Werk Sardegna come un Continente, (Sardinien als Kontinent) einen eigenen Kontinent, auf dem wir auch Sie recht herzlich begrüßen möchten.







(c) www.sardinien.de, 03.12.2016


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