Die Strände   Gegenden   Kultur   Geschichte   Natur   Impressionen 
 »Backen und Meer   »Bergwerk   »Cortes apertas   »Honig   »Jahrtausend   »Juwel Ogliastra   »Keramik Emilia Palomba   »Launeddas Luigi Lai   »Maria Lai   »Naturparadies   »Nuraghen   »Sagra degli Agrumi   »Sakrale Kunst   »Sartiglia - Carnevale   »Schmuck   »Steinskulpuren   »Trachten des Mittelmeers   »Trachten und Feste   »Vergangenheit 

Corbezzolo

Corbezzolo


Atischocke


Honig

Miele Amaro – Bitterer Honig

'Miele amaro' heißt eines der interessantesten Bücher über Sardinien. Salvatore Cambuso (1895-1962), der Verfasser, war ein bedeutender Journalist und aufmerksamer Beobachter sardischen Lebens und sardischer Alltagskulturen. 'Miele amaro' zeigt Sardinien, wie es wirklich ist, süß und bitter, farbig und kontrastreich, ein Spiegelbild seiner einzigartigen Landschaft aus sanften Hügeln und rauen Bergen, smaragdgrünem Meer und weiß leuchtenden Stränden.


In dieser Umgebung wächst der 'corbezzolo', auf deutsch Erdbeerbaum, einer der schönsten mediterranen Macchiapflanzen. Aus seinen Maiglöckchen ähnlichen Blüten holen die Bienen den sogenannten 'miele amaro', einen Honig von ganz besonderem Charakter, weltweit geschätzt wegen seines einzigartigen Geschmacks.

Sein außerordentlicher Pflanzenreichtum hat Sardinien zu einer Insel des Honigs gemacht. Man könnte sich eine Reise vorstellen auf den Spuren des Honigs, ein Honigmond der ganz besonderen Art sozusagen, man könnte beim Studium von Bienenstöcken die Vielfalt der sardischen Landschaft erkunden und dann, wie im Falle von Wein und Öl längst üblich, bei den Herstellern - meist ambitionierte Familienbetriebe - die verschiedenen Honigsorten probieren (vielleicht mit einem der vorzüglichen sardischen Käse), beispielweise den hellen 'Millefiori'-Honig, golden schimmernd von Distelblüten und Zitrusfrüchten, oder den beliebten Eucalyptushonig, nicht zu vergessen den aus den Frühlingsblüten gewonnenen Lavendelhonig, besonders geschätzt wegen seiner Heilkräfte.

Überhaupt ist der von der Frühlingsmacchia stammende Honig besonders reich an Mineralsalzen und Nährstoffen. Ein dunkler Herbsthonig von intensivem Geschmack ist dem Nektar des Johannisbrotbaums zu verdanken. Die Vielfalt der sardischen Honigsorten lässt sich hier nur andeuten. Eine Sardinienreise auf den Spuren des Honigs könnte sich also lohnen. Nicht nur zum Honigmond.








(c) www.sardinien.de, 03.12.2016


Impressum | AGB | Jobs | Sitemap und Links